Hazel

... Fortsetzung


Vom 26.04.1998 bis 01.08.1998 Begleithundekurs bei der Jägervereinigung Rothenburg ob der Tauber mit Gehorsamsprüfung zum Abschluss, sie erreichte 74 Punkte, das war noch ein erster Platz.

Mitte Dezember 1999 hatte sie eine Gebärmutterentzündung und wurde am 29.12. in Nürnberg Tierklinik Dr. F. Gutbrod kastriert.

Im Sommer/ Herbst 2003 ging ein Virus um, es gab fast keinen Hund mehr in der Region der nicht Husten, Schnupfen oder beides hatte oder gerade bekam, auch unsere Hunde waren betroffen, sie steckten sich gegenseitig an. Mitte bis Ende September keuchte und schnupfte das ganze Rudel Feldschmid, Hazel hielt durch, sie bekam erst am 01.10. eine leichte Erkältung die aber bald wieder vorbei ging.

Am 05.05.2004 lieferten wir Hazel, nach einem Sturz aus unserem Auto, mit Verdacht auf Milzriss in die Tierklinik Dr. Thevis in Würzburg/ Reichenberg ein. Mehr tot als lebendig wurde ihr operativ die Milz entfernt, mit einer schockierenden Diagnose: Milztumor. Ihr Leben hing wieder am seidenen Faden.

Nachdem sich Hazel wieder gut erholt hatte empfahl uns der behandelnde Arzt Dr. Steinbauer eine Chemotherapie, nach gründlicher Überlegung und der guten Beratung entschlossen wir uns für die Therapie. In der Zeit vom 19.05.2004 – 27.11.2004 bekam Sie 5 mal Chemo, sie hat diese Therapie sehr gut vertragen. Letztendlich hat sie Hazel 17 glückliche Monate verschafft. An dieser Stelle danken wir dem gesamten Team der Tierklinik Dr. Thevis besonders Hr. Dr. Frieder Steinbauer für die gute Beratung und nette Betreuung.

Bis Juli 2005 wurde Hazel immer wieder per Blutuntersuchung, Ultraschall und Röntgen auf Metastasen untersucht, jedes Mal ohne Befund. Das ewige Leben hat er unser alter Klops, dachten wir.

Am 14.10.2005 wurde Hazel erneut einem Gesundheitscheck unterzogen, schreckliche Niesanfälle plagten sie, Hr.Steinbauer entschied diesmal den Kopf zu röntgen. Es konnte aber keine eindeutige Diagnose gestellt werden, da war was, wir konnten nicht mehr vermeiden uns ernsthaft Sorgen zu machen. Auch Dr. Steinbauer empfahl uns der Sache auf den Grund zu gehen und überwies uns nach München/ Haar in die Tierärztliche Fachklinik Dr. Konrad Jurina.

Am 20.10. hatten wir einen Termin bei Dr. Jurina, Hazel hatte starke Kopfschmerzen das war nicht mehr zu übersehen, wir rechneten mit dem schlimmsten, wir wussten der Anfang vom Ende hat begonnen. Obwohl wir uns schon innerlich von Hazel verabschiedet haben traf uns die Diagnose wie ein Schlag, „wir haben leider keine guten Nachrichten für sie“ hat uns Dr. Jurina nach der Kernspintomographie eröffnet. Neoplasie Nasenhöhle bis Gehirn rechts, ein Tumor. Wir beschlossen Hazel nicht mehr länger leiden zu lassen und ihr einen Abschied in Würde zu geben.

Wieder daheim, Hazel war von der Narkose aufgewacht, nun schmerzfrei weil sie in München gut Schmerzmittel bekommen hatte, schien sie wieder zu allen Schandtaten bereit. Doch die Wahrheit konnte man nicht verdrängen und wir setzten uns mit unserer Hausärztin Fr. Dr. Winkle in Verbindung um für Hazel einen letzten Termin zu vereinbaren. Es war ein Donnerstag, der freie Tag unserer Fr. Winkle, wie ungelegen oder auch gelegen hat Hazel uns das gemacht? Es waren somit keine anderen Patienten in der Praxis und wir hatten alle Zeit und Ruhe für immer tschüss zu sagen. An dieser Stelle möchten wir uns noch mal ganz herzlich bei Fr. Dr. Winkle bedanken, auch für die vielen Jahre der liebevollen und kompetenten Betreuung, und sie hat immer den richtigen Riecher wenn es Zeit ist schnellstens in eine Tierklinik zu fahren. Unsere Tiere fühlen sich in ihrer Praxis wie zu Hause.

Hazel verpasste so manch einem Hund unfreiwillig einen Termin bei seinem Tierarzt, Bisswunden die geklammert oder genäht werden mussten, wobei sie selber auch in Kauf nahm ärztlich versorgt werden zu müssen. Als „Problemhund“ hat sie uns lange Zeit in der Isolation leben lassen, aber nur durch Sie haben wir gelernt wie Hunde zu verstehen sind. Sie hat entscheidend beim Aufbau unserer Hundeschule mitgewirkt, war oftmals unser Lehrer. Ohne sie wären wir wahrscheinlich nicht da wo wir heute mit unseren Erfahrungen sind. Hazel war immer freundlich zu jedem Menschen, auf Kinder aufpassen oberstes Gebot. Sie hat viele, meist pubertierende, Hunde von einem Höhenflug auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Und bis zum Schluss haben Kunden ihrem, gerade im Moment ungehorsamen Hund, damit gedroht: „Na warte bis die Hazi kommt…“ Mit Hazel ist ein Stück Entwicklungsgeschichte der Hundeschule Hoffnung gestorben.

Hazel ist dem Tod oft von der Schippe gesprungen, am Abend des 20.10.2005 hat sie es nicht mehr geschafft. Wir werden sie nie vergessen.


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