Hilti

… Fortsetzung


Irgendwann Anfang Mai, es war ein schöner sonniger Tag, wir arbeiteten im Garten, Hazel ist bei Frauchen, dachte Herrchen, Hazel ist bei Herrchen, dachte Frauchen. Aber Hazel war bei den Kätzchen und bei Hilti. Von einer Sekunde auf die andere schweißgebadet, stürmten wir ins Haus, vielleicht konnte man wenigstens noch Hilti retten. Hazel war im „Katzenzimmer“ und leckte die Töpfchen mit Whiskas für Babys und die leckere Katzenmilch aus. Von diesem Tag an hatte unsere Hilti wieder einen neuen besten Freund, den „Katzenkiller“ Hazel.


Hilti hat die Ganzkörpermassagen von Hazel stundenlang genossen, dabei entschied sie wann und wie lange das geschehen sollte, oder auch gar nicht, dann bekam Hazel ihre Krallen zu spüren und musste sich murrend und knurrend trollen. So sind Katzen halt.

In den fast elf Jahren die Hilti bei uns lebte, blieb sie von Krankheiten verschont, einmal im Jahr zum Impfen, das war es dann auch schon, Hazel durfte als Begleitschutz mit und die Schultern von Frauchen ließen den Besuch beim Tierarzt gut gelingen.


Hilti hatte ihr Leben gut organisiert, unter den vielen Hunden ist sie immer gut zurecht gekommen, auch die ersten Pensionshunde die noch bei uns mit in der Wohnung gelebt hatten, und die daheim jede Katze jagten, konnten ihr nie was anhaben. Meistens reichte alleine die Anwesenheit von Hazel aus dass der eine oder andere Hund freiwillig das Versprechen gab nie mehr eine Katze zu jagen und Hilti schon gar nicht, niemals.

Hilti konnte es sich leisten draußen im Hof auf der Gartenbank zu liegen, sich die Frühjahrssonne auf den Pelz scheinen zu lassen und in Tiefschlaf zu verfallen, inmitten lauter Pensionshunde unter denen auch Katzenjäger waren. Hazel als ihr persönlicher Bodygard hatte das alles im Griff, und Hilti vertraute ihr 100 %ig.

Ihren ersten Urlaub im September 2005 durfte sie in der Katzenpension Feline in Niederdombach bei Herrieden verbringen, sie wurde dort sehr gut betreut und hat alles gut überstanden. An dieser Stelle nochmals Danke an Feline, auch für die bereitgestellten Fotos.

Wie Hilti den Tod ihrer besten Freundin Hazel verarbeitet hat ist schlecht zu sagen, wir haben versucht sie ihr zu ersetzen, ob es uns wirklich gut gelungen ist, wer weiß…


Am 16.01.06 ist uns aufgefallen das es ihr nicht gut ging, ein Besuch bei Fr. Dr. Winkle bestätigte das sie unter Austrocknung litt und auch Verstopfung hatte. Wir versuchten ihr Flüssigkeit zu geben aber das half alles nichts sie wurde immer schwächer, am 17.01. beschlossen wir Hilti nochmals zum Tierarzt zu bringen, Fr.Winkle war nicht da und so gingen wir zu Fr. Dr. Kern nach Marktbergel, Hilti wurde an den Tropf gehängt und die Nierenwerte wurden getestet, Fr. Kern machte uns keine großen Hoffnungen, sie meinte das die schlechten Nieren sich nicht mehr erholen. So war es dann auch, am 18.01. mussten wir sie erlösen. So schwach wie sie war, als wir in die Praxis kamen hat sie uns gleich an der Stimme erkannt, sie hat miaut und sogar leise geschnurrt, und sie wollte auf Frauchens Schultern (dort wurde doch immer alles wieder gut)….


Viele Freunde/ Kunden haben gesagt die „Enkelkinder“ sind wie von Hazel geschickt, mag sein, wir sagen dann aber, sie hat sich „ihre“ Hilti dafür geholt.

Hilti war unser guter Hausgeist, sie war die, die immer daheim war, man sieht sie noch immer sitzen an ihren Lieblingsplätzen, und das wird so bleiben.


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